SabotGarden von Securities belagert! PM


+++ SabotGarden wird mit Schikanen bedrängt. Security lässt keinen Besuch rein und geht diesen handgreiflich an. Aufruf zu Solidarität! +++

Nach der Razzia des SabotGardens am 27.2. herrschen schikanöse Zustände auf dem Wagen- und Hüttenplatz an der Rummelsburger Bucht. Ausweiskontrollen, ein Verbot Besuch zu empfangen (was unrechtmäßig ist), grelle Scheinwerfer, Lärm und extrem abfälliges Verhalten des Secupersonals uns gegenüber, soll uns dazu bewegen, den Platz zu verlassen. Die Eigentümerfirma Investa GmbH scheint derweil keine rechtliche Handhabe zu haben, den Platz zu räumen.




„Ich mache bloß meinen Job“

Ein Secuhäuschen kleiner als ein Alt-Berliner Schlauchbad, durch einen lauten Generator mit Strom versorgt, ist der Aufenthaltsort für mittlerweile 6 Securities, die den SabotGarden seit dem 28.2. überwachen. Dass sie ‚bloß ihren Job machen‘ bedeutet, Ausweise zu kontrollieren und diese mit der völlig willkürlichen Polizei-Liste abzugleichen, die bei der Razzia am 27.2. aufgestellt wurde. Wer nicht drauf steht, kommt nicht rein. Das betrifft auch Leute, die schon seit Monate bei uns leben und es betrifft eine Familie, deren Sohn z.Z. der Razzia im Supermarkt war.
Andere, die ‚bloß ihren Job machen‘ waren in der vergangenen zwei Wochen die Baumfäller:innen, der Gutachter für bedrohte Tiersorten, hunderte Polizisten und natürlich unserer netter Investor, die Investa GmbH. Letzterer brüstet sich mit dem 25% Sozialwohnungen Anteil, und leiert das Argument runter: der SabotGarden halte den Bau dringend notwendiger Wohnraum auf. Welches mit unserer aktueller Bewohner:innenanzahl von 35 nicht mal mehr greift. Wirprangern diese betriebliche Mittelmäßigkeit an, die unter dem Vorwand des ‚Fortschritts und der Rechtmäßigkeit‘ alles
Denken ausschaltet. Sie tun ja nur ihren Job…

Schikane und psychologische Gewalt

Doch wenn sie nur ihren Job tun würden… In der letzten Woche hat sich die Schikane durch Kontrollen und Überwachung hin zu einer Art psychologischen Gewalt entwickelt. Nachts brennen grelle Scheinwerfer, ein Generator brummt laut und hat literweise Öl geleckt. Das Security-Personal fühlt sich über jede Art von Argument überheblich, verweigert Bewohner:innen den Zutritt und lässt kein Besuch zu. Auf Kritik antworten sie mit einer lässigen Teilnahmslosigkeit, wenn es laut wird rufen sie die Polizei, wenn eine:r von uns durchdreht, entstehen meistens Anzeigen und werden weitere Razzien angedroht (z.B. wegen des Rollen eines Baumstamms oder Spuckens).

Der Rechtsweg steht uns nicht offen

Der Rechtsweg steht uns dabei nicht offen. Ein Beispiel: Es wird den Bewohner:innen des SabotGardens Besuch verwehrt, das ist illegal. Die ausführende Secus verweisen auf die Verantwortlichen und diese spielen tot. Weder der zuständige Sachbearbeiter der Polizei, noch die Securityfirma G&S, noch die Investa GmbH sind erreichbar, um diese Unrechtmäßigkeiten anzuprangern. Derweil machen die Secus weiter und fühlen sich noch bestärkt. Am Sonntagmorgen wurde ein Fotograph, der mit ihnen diskutierte handgreiflich angegangen. „Die Investa GmbH scheint gegen den SabotGarden keine rechtliche Handhabe zu haben, dass sie ihren Anschein von rechtmäßig agierende Firma so schnell zugunsten ihr wahre Natur als skrupellose Firma aufgeben“ sagt Elisa, Bewohner:in des SabotGarden.

Secus runter von unserem Wohnraum!

„Wir wollen auf diese Zustände aufmerksam machen. Zeigen, welche unmenschlichen Mitteln hier eingesetzt werden um uns zu vertreiben. Ich frage mich, handelt es sich um ein geschäftliches Hindernis oder um eine persönliche Fehde gegen unsereins?“ sagt Manni, der im Auto wohnt. Der SabotGarden fordert die sofortige Entfernung der Securities von unserem Gelände und die Anerkennung unserer als Menschen, die einen Ort zum Leben brauchen. Sina: „Das gelte noch einmal stärker für jene, die auf dem SabotGarden in Zelten und Hütten wohnen, sie können nicht wie wir mit unseren Auto an die Straßenkante ziehen“.
Wenn die Leser*innen selbst etwas unternehmen möchten, können sie ja mal die Investa GmbH, anrufen oder faxen oder direkt im Büro besuchen. (Investa Development GmbH, Tauentzienstraße 7 b/c, Berlin. T: + 49 30 8562157-71 F: +49 30 8562157-99, info@investa.de).

Auch G&S Security hat einiges zu erklären. (Wollenberger Straße 2, Berlin. T: 030 986083-0 F: 030 986083-33)


Kontakt: sabotgarden@systemli.org Tel: 01638627496. Hintergrundinfos: https://de.indymedia.org/node/70661

Prozessbericht: #borni 25.11.19

Wir berichten hier von einem juristischen Verfahren gegen jene, die sich dafür einsetzen, Räume zu schaffen, die nicht staatlicher Kontrolle unterliegen und in denen politische Veränderungen ausprobiert werden können. Räume, zu denen viele Menschen Zugang haben, da sie günstig und offen für alle sind. Wir berichten hier von einem juristischen Verfahren gegen jene, die sich mit ihren Taten direkt oder indirekt gegen Strukturen und Ereignisse richten, welche vom Staat mitverursacht und/oder mitverantwortet werden. Das Ergebnis liegt eigentlich auf der Hand, denn es ist kein neues: Polizeigewalt gibt es nicht, die Polizei lügt nie und Eigentum; Ja Eigentum muss geschützt werden. 

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Aufruf zur Kundgebung bei „Stadt & Land“ am 20.11. um 15 Uhr

Der erste Prozesstermin im Rahmen der Repression gegen die Besetzung der Borni im letzten Jahr steht an. Das Wohnungsunternehmen „Stadt und Land“ ließ das Haus in der Bornsdorfer Straße 37b 5 Jahre lang leerstehen, bis wir es im Frühling 2018 besetzt haben.
56 Strafanzeigen hat der profitorientierte Drecksverein daraufhin gestellt – jetzt heißt es für uns, sich der Repression zu #wider(be)setzen! Repression ist ein Teil unserer Aktionen und wir nutzen sie als politische Bühne! Denn es reicht nicht, Straffreiheit für Besetzungsaktionen zu fordern: Repression als Mittel staatlicher Kontrolle und als Absicherung der kapitalistischen Ordnung wollen wir nicht hinnehmen! Gemeinsam stehen wir gegen den verzweifelten Versuch, uns einzuschüchtern!

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Freiheit für Primbo!

Nach den Aktionstagen ist eine Person wegen Hausbesetzung und Identitätsverweigerung in Untersuchungshaft. Macht Soliaktionen und zeigt euch solidarisch!

Infos für Briefe an Primbo:
Adresse: An Primbo // unbekannte Person, 533/19/9, JVA Lichtenberg, Alfredstraße 11, 10365 Berlin
Absender*in: „Spitzname“, c/o Kalabalik, Reichenberger Straße 63, 12055 Berlin

Zu beachten: Schreibt auf den Briefumschlag „Eigentumsvorbehalt“, fasst den Brief und den Umschlag im Idealfall mit Handschuhen an (Einweghandschuhe immer 2-lagig) und schreibt keine persönlichen Infos wie euren Namen oder eure Adresse drauf. Die Bullen sollen so wenig Infos über uns sammeln können wie möglich.
Damit Primbo euch evtl. antworten kann, packt Papier und einen frankierten Briefumschlag mit der Adresse des Kalabalik und eurem Pseudonym beschriftet in den Brief.
Antworten von Primbo an euch können im Kalabalik immer freitags von 18-19 Uhr abgeholt werden, ab Mitte Oktober freitags 14-19 Uhr und sonntags 15-19 Uhr.